To my wild Muse

Farewell, it cannot be otherwise!

Unfurl your sails and let them billow out,

Leave me alone in my castle,

In the barren, ghostlike house.

Farewell and take my heart with you

And my last ray of sunshine;

Let it depart, but let it depart at once,

For it must depart sometime.

Leave my by the edge of my lake,

Rocking myself with the passing of the waves,

Along with my words of magic,

The spirit of the Alps and my own self.

Forsaken but not alone,

Reeling but not crushed,

As long as the holy light still

Looks upon me with loving eyes.

As long as the fresh forest

Rustles songs to me from every leaf,

And the elf listens to me in friendship

From every crag and every cleft.

As long as my arms still freely

And masterfully stretch toward the heavens,

and the cry of every wild vulture

Awakens the wild Muse within me.

 

The Original German poem by ANNETTE von DROSTE-HÜLSHOFF

Lebt wohl, es kann nicht anders sein!

Spannt flatternd eure Segel aus,

Laßt mich in meinem Schloß allein,

Im öden geisterhaften Haus.

Lebt wohl und nehmt mein Herz mit euch

Und meinen letzten Sonnenstrahl;

Er scheide, scheide nur sogleich.

Denn scheiden muß er doch einmal.

Laßt mich an meines Sees Bord,

Mich schaufelnd mit der Wellen Strich,

Allein mit meinem Zauberwort,

Dem Alpengeist und meinem Ich.

Verlassen, aber einsam nicht,

Erschüttert, aber nicht zerdrückt,

Solange noch das heil`ge Licht

Auf mich mit Liebesaugen blickt.

Solange mir der frische Wald

Aus jedem Blatt Gesänge rauscht,

Aus jeder Klippe, jedem Spalt,

Befreundet mir der Elfe lauscht.

Solange noch der Arm sich frei

Und waltend mir zum Äther streckt

Und jedes wilden Geiers Schrei

In mir die wilde Muse weckt.